X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

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Nachdem Matthew Vaughn seinen unfassbar gut gemachten „First Class“ abgeliefert hat und damit gleichzeitig dem X-Men Franchise einen neuen Impuls verleiht hat, wirkt es fast so, dass sich Bryan Singer gedacht hat, dass er nun auch wieder in der Reihe mitwirken kann. Sein Klassentreffen der Mutanten ist ihm jedoch nicht so gut gelungen wie erwartet.

Nachdem Matthew Vaughn seinen unfassbar gut gemachten „First Class“ abgeliefert hat und damit gleichzeitig dem X-Men Franchise einen neuen Impuls verleiht hat, wirkt es fast so, dass sich Bryan Singer gedacht hat, dass er nun auch wieder in der Reihe mitwirken kann. Sein Klassentreffen der Mutanten ist ihm jedoch nicht so gut gelungen wie erwartet.

In der Zukunft ist „Days of Future Past“ eine recht angenehme Dystopie, die vorallem mit seinen finsteren und epischen Kulissen punkten kann. Auch die neuen Charaktere scheinen mit ihren Fähigkeiten recht gut zu unterhalten, während die eigentlichen Kolosse wie Magneto und Xavier wie Statisten im Hintergrund wirken. Nur sieht diese Zukunft nicht nur leer aus, sie fühlt sich auch so an! Der X-Men Charme existiert in keinster Weise. Nicht einmal Wolverine darf seinen Zynismus nicht offenkundig präsentieren, aber zum Glück nimmt die Zukunft keinen zu großen Stellenwert im Film ein, sodass der eindeutige Fokus auf die Vergangenheit gerichtet ist.

In der Vergangenheit beweist Singer mit amüsanter Inszenierung, dass er immernoch mit vollem Herzblut engagiert ist! Zwar gelingt ihm das nicht auf solch epischer Weise wie es Vaughn 2011 geschafft hat, seine perfekte Abwechslung zwischen knalliger Action, die nebenbei auch noch sehr gut getrickst ist, und Dialogen ist gut gelungen! So wirken die Sidekicks wie Quicksilver zwar nur wie ein Ersatzprodukt, doch bewirkt er die wohl beste Szene des Filmes. Irgendwo zwischen Amüsanz und Epik kann man sich jedoch nicht recht entscheiden und so dreht man zum Schluss nochmal ordentlich auf! Über den Punkt, ob das nun nötog gewesen wäre, lässt sich streiten. Zumindest liegt man den Hauptfokus nicht auf Action, sondern hat narrativ eine recht interessante Geschichte! In diese schleichen sich jedoch erhebeliche Logikfehler, wenn man die vorherigen 4 Filme gesehen hat.

Dennoch ist „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ nettes und grundsolides Sommeractionkino, das jedoch zu angestrengt zwischen zwei Welten koordinieren will und die interessantesten Charaktere nur als Statisten degradiert. Nichtsdestotrotz bietet man explosive Action, interessante Dialoge und eine erfrischende Heiterkeit, die man bei dem Vorgänger noch vermisst hat. Ob die X-Men noch weitere Filme verdient haben bleibt letztendlich fragwürdig. Eine anständige Comicverfilmung bleibt trotzdem in dem Gedächtnis des Kinogängers.

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Alle Bildrechte obliegen dem Verleih ©20th Century Fox