CU46 – See You For Sex

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Jovan ist ein Frauenheld, der sich lieber mit jenen vergnügt als zur Universität zu gehen. Doch als er eines Tages auf die hübsche Maja trifft, verspürt er erstmals in seinem Leben das Gefühl der Liebe.

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© Pierrot Le Fou Filmvertriebs-GmbH

„CU46 – See You For Sex“ (kreativ abgewandelt vom Originaltitel „Panama“) ist eine Mischung aus Drama, Liebesfilm und Erotikthriller. Dabei überwiegt jedoch insbesondere letzteres der drei Genres, was sich im Endeffekt auch als das große Problem dieses Filmes herausstellen soll. Die sexuellen Szenen sind dafür wirklich sehr gelungen, man bringt eine gewisse erotische Spannung auf und bindet den Zuschauer so gut es geht ein.

Je weiter „CU46“ allerdings voranschreitet, desto unmotivierter und uninspirierter wirkt er. Die zunehmende Lustlosigkeit der anfangs sehr souverän agierenden Darsteller ist dabei besonders unangenehm auffallend, da Regisseur Pavle Vuckovic seinen Fokus auf deren dargestellte Charaktere legt. Aber auch inszenatorisch wird „CU46“ von Minute zu Minute schwächer. Die anfangs noch interessante Kameraführung weicht ziemlich schnell einer langweiligen Eintönigkeit ohne jeglichem Maß an Kreativität. Die Wandlung des Protagonisten wird überhaupt nicht emotional eingefangen, sie wird als Tatsache dargestellt, mit der der Zuschauer sich anfreunden muss, ohne dabei in dessen Gefühlswelt integriert zu werden. „CU46“ möchte zwar gerne ein Liebesfilm sein, ist dafür jedoch viel zu oberflächlich. Es häufen sich sexuelle Szenen, ohne einmal in die Emotionen des Protagonisten einzutauchen. Dabei ist ein weiterer großer Makel des Filmes der fehlende Kommentar zum Protagonisten selbst, der Frauen ganz offensichtlich zu Sexualobjekten degradiert. Man weiß im Endeffekt nicht, ob „CU46“ Jovan für seine Handlungen zelebriert oder ihn verurteilt, da gegen Ende alles, worauf der Film hingearbeitet hat wieder zunichte gemacht wird.

„CU46“ irrt so planlos durch die Welt wie der Protagonist selbst. Worauf dieser Film hinaus will, was er zu übermitteln versucht, bleibt ein großes Rätsel, das wohl nie gelüftet werden wird, da der Zuschauer nicht den Drang verspürt, sich intensiver mit diesem Werk auseinanderzusetzen.

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