Gänsehaut

by

Selbstverständlich liegt die anvisierte Zielgruppe bei den 6-14 jährigen, weswegen Leute, die mit den Büchern aufgewachsen sind bei den leichten Schocks grinsen, während die ihre Wirkung bei Kindern jedoch komplett entfalten. Aber auch als erwachsener Mensch hat man mächtig Spaß bei dieser flotten Gruselsause, denn Jack Black zieht die Sympathie sofort auf seine Seite und mit Champ wurde ein würdiger Trottel integriert. Erzählt in einem Affentempo, wird man pausenlos (ohne Anspruch) unterhalten und den Bücher teilweise würdig Tribut gezöllt.

Schade ist es jedoch, dass das Geschehen mit zu vielen Monstern ausgefüllt wird, von denen nicht mal eine Hand voll wichtig für das Geschehen sind und die Action partiell so überladen ist, dass man die Spannung leidlich vermisst. Zwar hat der Film seine Momente indem er den modernen Horrorgeist mit leichten Jump Scares und schauriger Atmosphäre einatmet, aber insgesamt besteht der Film eigentlich nur aus einer 100 minütigen Hetzjagd, die zwar wirklich gut getrickst ist, irgendwann jedoch leider ermüdet. Gerade durch die gruselige Präsenz der Puppe oder der Konfrontation mit einem Werwolf hätte man das Gesamtwerk noch um einiges gruseliger machen können. Auch wird eine gefühlvolle Komponente nur öberflächlich behandelt, was aus dem Film einen lockeren Vertreter für einen regnerischen Sonntag macht.

Wer als Elternteil seine Kinder behutsam an leichten Grusel und Action heranführen möchte, sollte sich „Gänsehaut“ anschauen, denn auch wenn die Bücher bedeutend gruseliger waren, Kinder werden sicherlich Angst haben. Für den Rest gibt es einen gut aufgelegten Jack Black, flotte Action und viel zu lachen. Angesichts dessen was hier verschenkt wird, ist es echt schade dass nur ein durchschnittlicher enorm unterhaltsamer Film entstanden ist, aber sind wir mal ehrlich. Manchmal muss es nichts anderes sein! Das 3D kann man sich allerdings sparen.

gaense

Alle Bildrechte obliegen dem Verleih ©Sony Pictures