Mechanic: Resurrection

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Jason Statham ist einer der großen Action-Routiniers der Gegenwart – früher Lundgren, Stallone, Schwarzenegger und Jean-Claude Van Damme, heute Liam Neeson, Vin Diesel und eben Statham selbst – und als solcher im Genre sehr tätig, was mal mehr („Crank“), mal weniger gelungene („Fast & Furious 7“) Machwerke hervorbringt. Am 25. August erscheint nun die Fortsetzung des Films „The Mechanic“ aus dem Jahre 2011, ein weiterer der unzähligen Actioner vom Fließband, die regelmäßig am B-Movie-Status vorbeischrammen, aber dennoch unterhalten und ein solides Einspiel aufweisen können.

Stammte der erste Teil noch von Simon West („Wild Card“, „The Expendables 2“), einem typischen Regisseur aus diesem Bereich, zeichnet Dennis Gansel für „The Mechanic: Resurrection“ verantwortlich. Arthur Bishop ist nach den vergangenen Geschehnissen in Rio de Janeiro abgetaucht, muss aber weiterziehen, als ein ominöser Auftraggeber versucht, ihn für weitere Morde einzuspannen. Als er in Thailand auf die geheimnisvolle Gina (Jessica Alba) trifft und diese in Gefahr gerät, wird Bishop von seiner Vergangenheit eingeholt; bald schon befindet er sich auf einer Reise um den Globus, mit dem Ziel, einflussreiche Kriminelle zu töten, um Gina zu schützen…

Trotz des recht ansehnlichen Casts wirkt „Mechanic: Resurrection“ manchmal billig und streift oft genug die Bande der Lächerlichkeit: Immer wieder blicken Figuren auf schlecht designte Computer-Interfaces, das wie so häufig inflationär genutzte CGI ist ein Wermutstropfen bei vielen der Actionsetpieces, die in ihren Ausführungen an kleinere Capermovie-Sequenzen erinnern, gespickt mit allerlei Gadgets und reichlich Explosionen. Bei diesen kommt Bishop, routiniert-stumpf verkörpert von Jason Statham, dessen gewohnte Körperlichkeit überzeugen kann, in der ganzen Welt herum und trifft so auch auf den exzentrischen Max Adams, dessen Verkörperung von Tommy Lee Jones einer der besten Aspekte am ganzen Film ist: In bester „Dude“-Manier schlendert dieser umher, aus den roten Gläsern seiner Sonnenbrille blickend, und wirkt hierbei deutlich präsenter als in „Jason Bourne“, in welchem Jones‘ Lustlosigkeit omnipräsent ist.

Die Actionszenen, die sich vor allem als martialische Melangen aus Faustkämpfen und Schießereien zeigen, sind absolut dilettantisch, redundant (vieles passiert zweimal in diesem Film), beinahe epileptisch in Szene gesetzt, so hektisch bewegt sich die Kamera, so unharmonisch fällt die Montage aus. Doch im Finale, der letzten Station in einem als Vorwand dienenden, episodisch anmutenden Plot, gleicht sich das Szenario der Form an. Wie Statham mit Handgranaten unzählige Söldner umlegt, das digitale Blut nur so spritzt, ist so ridikül überdreht, dass es schon wieder eine heile Freude ist.

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