The Stalking Dead – Mein kopfloser Ex

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Fern Petersen (Jennifer Laporte) ist eine ehrgeizige Schülerin am Ende ihrer Highschool-Laufbahn und strebt ein Sportstipendium an, um es auf das MIT zu schaffen. In diese turbulente Zeit fällt auch ihre erste Beziehung mit Robert (Vincent Martella), den sie in den ersten Minuten des Films kennenlernt und der es nicht lassen kann, seine Liebe zu ihr bei jeder Gelegenheit zu bekunden. Nachdem der schöne Schein der ersten Wochen verflogen ist, hat Fern keine Lust mehr, Peters Anhänglichkeit noch länger zu ertragen und will schlussmachen; doch als sie die endgültigen Worte sprechen will, wird Robert durch einen Unfall abrupt enthauptet – und macht Fern fortan als Geist das Leben schwer…

Ach ja. Manche Filme entstehen für so gut wie kein Budget, schaffen es dann aber doch auf unerklärliche Weise nach Deutschland und werden, mit trashig zusammengeschustertem Cover aufgehübscht, auf den DTV-Sektor losgelassen. Auch „The Stalking Dead“ (Originaltitel: „Clinger“) ist keine Ausnahme, ist aber weder die x-te Tierhorrorabsurdität oder ein weiterer liebloser Actioner, sondern eine Horror(beziehungs-)klamotte mit Blutgehalt, die man nicht unbedingt von vornherein abschreiben sollte.

Da das Budget, welches teilweise durch Crowdfunding zusammengetragen wurde, ziemlich gering ausgefallen ist, treten auch die für Filme dieser Art typischen Symptome auf. Eine ziemlich uncinematische, weil flache, Optik, einige Titel des Soundtracks stammen sogar von Kevin MacLeod. So wirkt das ganze wie ein Youtube-Fanfilmchen. Aber eben auch der Spaß der Macher solcher Langvideos ist spürbar. Der pechschwarze Humor, welcher sich aus der Verfremdung althergebrachter Geisterfilmmuster speist, wartet mit skurrilen Dialogen und deftigen Spitzen auf, auch wenn die Schauspieler eher schmerzhaft agieren (Ausnahme: Hauptdarstellerin Jennifer Laporte, von der man in Zukunft hoffentlich mehr sehen wird).

Die Story stützt sich auf Lächerlichkeiten, vermutlich ist das der Grund für das Funktionieren der „physical comedy“. Das Gute aber ist, dass „The Stalking Dead“ gar nicht mehr versucht und von vorne bis hinten ein Fanprojekt ist. Freunde des anspruchslosen C-Films werden diesen Streifen bestimmt genießen können, zumal er mit seinen knackigen 80 Minuten gut in den Bad-Taste-Marathon passt.

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