The Transporter: Refueled

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7 Jahre nach dem letzten Statham-Transporter zündeten sich in Hollywood wieder einige Ideenfeuerwerke und man beschloss ein Reboot der Transporter-Reihe zu inszenieren. Ob das geglückt ist, erfahrt ihr hier.

Nachdem der letzte Film der Reihe sowohl schnitt- als auch filmtechnisch gelinde gesagt eine Frechheit war, ist es schön wieder einen Transporterfilm zu bekommen ohne ballernde Dualwaffenträgerinnen oder Damen die nur von rumänischem Essen erzählen. Jason Statham wurde durch Ed Skrein ausgetauscht, der ähnlich hölzern wie Statham spielt, jedoch seinen Charme nicht ganz etablieren kann. Die Menschenschmuggler wurden durch eine Bande Mädchenhändler ersetzt und hinzu kommt Ray Stevenson als Frank sr. der dem ganzen eine familiäre Note geben soll. Handlung und Dialoge stehen zwar auf Papier, sind jedoch nicht der Rede wert und für die Unterhaltung ebenso weniger wichtig.

Man erwartet flinke Action mit einer Abwechslung zwischen Verfolgungsjagden und Prügeleien und genau das bekommt man auch. In polierter Hochglanzoptik (mit einigen misslungenen CGI-Einsätzen) kracht der Audi über den Asphalt und zerlegt in echt gemachten und schmucken Stunts Polizei und Bösewichte. Die Dialoge tun weh, das Schauspiel ist bis auf Ray Stevenson hölzern, aber sind wir mal ehrlich. Manchmal braucht es keine große Filmkunst um auf höchstem Level unterhalten zu sein. Und genau das erfüllt auch der neuste Transporter Ableger. 90 kompakte Minuten ohne große Hänger, gewürzt mit flottem Tempo, einigen erstaunlich ruppigen Prügeleien und optischen Reizen. Lediglich das Finale wirkt da fast schon erschöpft und unspektakulär. Insgesamt hätte es also deutlich schlechter kommen können und das Niveau liegt auf der Höhe des Originals. Für einen lockeren Nachmittag oder geselligem Filmabend ohne hohe Ansprüche ist Camille Dellamares Werk also absolut zu empfehlen. Es wäre auch ein Wunder gewesen, wenn man Olivier Megatons Werk unterboten hätte.

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