Trolls

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Trolls beschreibt die bunte Mischung überglücklicher Trolle, deren Abbild von den populären Spielzeugen des dänischen Fischers und Holzschnitzers Thomas Dam stammt. Im Vertrieb von Hasbro wurden die kleinen Puppen zum echten Phänomen, das nicht nur diesen Film nach sich zog, sondern auch Videospiele in den 90er Jahren. Nachdem sich DreamWorks Animation dann im Jahr 2013 die Filmrechte zu dieser Rasselbande sicherte, wurde dieses Projekt von den Regisseuren Mike Mitchell & Walt Dohrn für schlanke 125.000.000$ realisiert und konnte sich am Box-Office mit rund 342.000.00$ Umsatz weltweit doch recht solide durchsetzen. immerhin so rentabel, dass eine Fortsetzung angekündigt wurde.

Nun sollte direkt im Vorfeld gesagt sein, dass es eine Leichtigkeit wäre, Trolls komplett zu zerreißen und als pures kommerzialisiertes Kino abzustempeln. Wer von den überbunten und hyperaktiven Trailern bereits abgeneigt ist, sollte sich auch keinesfalls etwas besseres erhoffen, doch im Kern haben es Mitchell & Dohrn tatsächlich geschafft, einen kurzweiligen und herzerwärmenden Animationsfilm zu kreiren. Die simple Geschichte zwischen den Trolls und den Bergens und der konfliktbedingten Rettungsaktion wird lediglich genutzt um in einem tobsuchtartigen Tempo Action und wilde Musicaleinlagen zu liefern. Mit wilden Covern von „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel, „Clint Eastwood“ der Gorillaz oder „September“ von Earth, Wind & Fire rast die Inszenierung von einem überbunten Geschwindigkeitsrausch zum komödiantischen Performen populärer Songs bis hin zu schnellen Verfolgunsjagden. Interessant ist es hier jedoch, dass die Lieder nicht nur existieren, um ordentliches Merchandisegeld aus den Portemonnaies zu generieren.

Trolls Film Inglourious Filmgeeks

Gesungen wird in Trolls nicht, um die Prämisse eines flotten kindgerechten Musicals zu erfüllen. Der Gesang fungiert als Katalysator, der den Film am Leben hält und die lähmenden Passagen, nämlich wenn sich die Handlung auf die Bergens fokussiert, auf eine Startrampe transportiert, damit sich das Tempo turbomäßig wieder entladen darf. Für die angepeilte Zielgruppe legt Trolls eine flotte Sohle auf das Parkett und sorgt sicher für einige großer Lacher und insgesamt für einen wirklich süßen Spaß. Doch nun passiert etwas, mit dem man im Vorfeld sicher wenig gerechnet hat. Auch Erwachsene können ihren Spaß in den teils zynischen Späßen finden und bekommen wieder das hippe Jugendgefühl schwingender Hüften. Denn wie schön ist es, für knapp 80 Minuten jeden Müll der einen umgibt zu vergessen und einfach vom bunten Treiben, dass nebenbei eine unverwehrliche Glücklichkeitspropaganda in Form der Kuschelzeit an die Außenwelt posaunt, positiv überrascht zu werden. Und selbst wenn man von der hyperaktiven Stimme von Anna Kendrick überrumpelt, der Niedlichkeit von Zoey Deschanel´s Charakter manipuliert wird oder dem plötzlichen Sinnungswandel von Branch eher milde gestimmt ist. Wir brauchen mehr Unbeschwertheit in der Filmwelt wie diese!

Trolls Poster Inglourious Filmgeeks

Alle Bild- und Videorechte obliegen dem Verleih ©20th Century Fox

Szenenbilder © 2016 DreamWorks Animation LLC. All Rights Reserved.

Packshot: © 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment