Und wieder ist Freitag der 13.

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Nachdem sich Jason Voorhees in Teil II – Jason kehrt zurück finanziell nicht groß behaupten konnte, entschied man sich bei Teil III, Und wieder ist Freitag der 13., für größere Maßnahmen und versetzte den König der Macheten in ein dreidimensionales Kinobreitbild. Inhaltlich wurde sich dafür auf ein Minimum festgelegt, das den zeitlichen Höhepunkt der stumpfen Slasherfilme einleiten sollte. Dass hier letztlich auf alles geschissen werden kann, zeigt sich bereits an der Datierung des Geschehens, welches auf den Folgetag von Teil II angesetzt wurde: Den heutigen Samstag, den 14.

Und wieder ist Freitag der 13. sollte für die Reihe der wohl wichtigste Teil sein, da Jason hier endlich seine kultige Eishockeymaske bekommt. In diesem Zusammenhang entpuppt sich der Film sogar als bislang härtester Part, bei dem die Morde nicht nur blutiger, gar fleischiger sind, sondern auf manch eine Charakternähe mehr Wert als zuvor gelegt wird. Das funktioniert stellenweise recht gut, doch rettet es den Film nicht vor seinem milderen Charme gegenüber seiner Vorgänger.

Teil III versucht einen Kreis mit den wiederkehrenden Elementen der Reihe zu schließen, um ebenfalls mit der Vertrautheit der Zuschauer zu spielen – denn abgesehen von Jasons neuer Maskierung bleibt fast alles ganz beim Alten. Trotzdem vermag es Regisseur Steve Miner als Erstausnahme nicht hinzubekommen, der Atmosphäre seines Teil II und dem des Originals gerecht zu werden. Vom Crystal Lake bekommt man letztlich ebenso wenig zu sehen wie von einer eingestimmten Teenagergruppe. Eher lebt und stirbt hier jeder Charakter für sich, wie es oft lächerlicher nicht sein kann. Zum Glück! So wird das Event und der gnadenlose Selbstzweck vollkommen gerecht übernommen.

Es wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass Und wieder ist Freitag der 13. einen großen Eindruck im Kino machen soll: Körperteile, Tötungswaffen oder andere Gegenstände werden des 3Ds wegen vor die Linse der Kamera gehämmert und füllen oft das gesamte 21:9-Format aus. Vor Konsequenzen schreitet Miner immerhin nicht zurück. Hätte er sich diese auch bei einer atmosphärischen Handschrift setzen können, würde Teil III noch ein ganzes Stück besser sein.

Doch das spielt alles keine Rolle; Dass Jason seine berühmte Maske einen Tag nach seinem Geburtstag findet, ist schließlich das wohl herzlichste nachträgliche Geburtstagsgeschenk von allen. Alles Gute nachträglich, dikka!

Empfehlenswert für Halloween, weil Jasons Debüt mit Eishockeymaske ein Muss für jeden Horrorfan ist. Das allein ist Grund genug ihn zur Zeit des Schreckens zu sehen – und wenn man ganz pünktlich ist, dann am Samstag den 14.

Alle Bildrechte obliegen dem Verleih ©Paramount Pictures.