Wolf Creek 2

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Es wird wieder gemordet im australischen Outback! Mick Taylor darf einmal wieder unwissende Rucksacktouristen mit allerhand Bauwerkzeug auf brutalste Art und Weise zerarbeiten. Doch im Vergleich zum Vorgänger wirkt Wolf Creek 2 schon fast wie eine Art Funsplatter, in der Taylor als überaus skurriller Redneckmeucheler wirkt als wäre er auf einem Instant-LSD-Trip. Denn gleich zu Beginn signalisiert McLean, dass sein Film in die Vollen geht und dennoch Zeit hat um einen abgefahrenen Cocktail aus Fun-Splatter, Torture und schwarzem Humor zu mixen! Wenn also Taylor gleich zu Beginn von 2 krawallgebürsteten Polizisten angehalten wird und selbst kurzer Zeit als Opfer fungiert, weiß der Fan bereits, dass die Eskalation nicht lange auf sich warten lässt!

Und so beginnt ein unfassbar unterhaltsames Inferno, das sich vorallem durch seine Kreativität vom Einheitsbrei abhebt! Eine Actionverfolgungsjagd mit versehentlichem Kängurumassaker in Verbindung mit „The Lion sleeps tonight“ und eine Quizshow im Folterkeller, bei der man durch jede falsche Antwort vom Protagonisten Phantomschmerzen bekommt, sind nur ein paar Beispiele! Generell wirkt McLeans Inszenatorik weniger wie ein bierernster Splatterfilm, auch wenn er wie die Konkurrenz narrativ eher weniger zu bieten hat! Im Gegenteil, die abgedrehten Ideen, die ausufernde Brutalität (die Deutschland wiedermals nicht ungeschnitten durchgehen lassen wollte) und Hauptdarsteller Taylor sorgen für schmerzende Unterhaltung! Da kann man über die Blassheit der anderen Charaktere, die Logikfreiheit und einige Längen problemlos hinwegsehen! Im Vordergrund steht der Fun und damit wird Wolf Creek 2 besonders bie Gorehounds hohe Wellen schlagen, denn wer sich auch ein bisschen bei übertrieben explodieren Gummiköpfen und CGI-Känguru-Brei auf der Straße amüsieren kann, wird mit diesem Film wohl einen wahren Augenschmaus erleben! Und wer sich auch noch über Klischeedialoge amüsieren kann, wird bestens unterhalten und will spätestens danach mal ins australische Outback reisen um mit dem fast sympathischen Taylor mal ein kühles Blondes zu zischen!

Wolf Creek 2 mag nicht besonders clever sein, amüsiert dafür so wie kaum ein anderer Horrorfilm in letzter Zeit! Oder um es anders zu formulieren! Wer sich zu den Gorehounden zählt sollte am besten zum Heimkinorelease in den Supermarkt gehen, einen Sixer Bier kaufe, und gleich danach schnellstmöglich nach Hause rennen, um dort den lustigsten Filmabend der letzten Monate zu verbringen! Wen bestialische Gewalt jedoch abschreckt sollte einen ganz ganz großen Bogen machen, denn nach dem gelinde gesagt leichten Beginn folgt eine verdammt schaukeliger amüsanter Trip durch die finstersten Abgründe des australischen Outbacks!

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