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Transformers – Ära des Untergangs

von Sean Theumer

Gleich zu Beginn muss man klarstellen, warum man überhaupt einen Michael Bay Film guckt! Auf die Fokussierung der reinen Materialschlacht, der narrativen Leere und der Seelenlosigkeit der Protagonisten sollte man sich bereits im Vorfeld klar sein! Wieso also sollte man durch diese Typisierung jedesmal aufs Neue kritisieren, dass Bay seine Filme eben so inszeniert?

ch habe Transformers 4 geguckt, weil ich spektakuläre und hirnlose Action sehen wollte und die habe ich besser bekommen als ich es erwartet habe! Zumindest scheint Michael Bay aus dem missratenen zweiten und dritten Teil des Transformer-Franchises gelernt zu haben und so legt er die oftmals angedeutete Epik in den Hintergrund und konzentriert sich auf eine routinierte und unterhaltsame Inszenierung! Zwischen Kinderwitzen und Blödeleien präsentieren sich die neuen Gesichter diese Ära und zumindest mit Mark Wahlberg hat sich ein sehr solider Vertreter gefunden! Dass auch er und seine Tochter nur Schablonen sind, was wohl auch durch das Skript vorbestimmt war, sollte man gelassen sehen, da zumindest Nicola Peltz einen Sondervrtrag hatte, der es ihr vorschreibt nur extrakurze Jeans zu tragen in jeder Situation! Jedoch schafft es Bay wiedermals überflüssige Nebencharaktere einzubauen und so dient Stanley Tucci zum Schluss nur noch als Fassade des Pausenclowns! Doch was nützt diese Fassade der Charaktere, wenn Bay nur auf das Üblich abzieht? Richtig, gar nichts!

Boom Boom Bay zerlegt wiedermals mit Freude ganze Großstädte, bietet einen unfassbare, wenn auch leicht ermüdenden Actionexzess mit gutem 3D! Zumal kann man in jeder einzigen Szene quittieren, dass das Budget von 150 Mio $ bis zur Inflationsgrenze ausgenutzt wurde und man tricktechnisch wohl das Highlight des Jahres bekommt! Auch wenn Bay versucht mit jeder weiteren Actionszene die Vorherige zu toppen, was insbesondere in den letzten 60 Minuten streng monoton wirkt! Denn egal wie spektakulär es anfangs wirkt, wenn Schiffe und Autos vom Himmel mit Getöse in die Häuserschluchten hageln, irgendwann hat man sich daran satt gesehen! Doch dann gelingt es zumindest, dass man den Explosionswahn mit einer unfassbar guten Slowm-Peitsche ausklingen lässt! Zumal gibt das 3D nicht nur spezifische Szenen her, sondern bietet ein recht solides Seherlebnis!

Doch auch zum Schluss muss man sagen, dass Transformers wiedermals nur reines Effektekino ist, aber auch nicht mehr sein möchte! Wenn auch gleich, insbesondere zu Beginn, 167 Minuten sehr lange sind, bekommt man das was man will! Unfassbar gute Action ohne jegliches Gespür für Logik oder sonstiges, aber seien wir mal ehrlich: Haben wir was anderes erwartet? Gegenüber allen Filmen in der Welt muss man sich nicht schämen, wenn man Transformers 4 nicht gesehen hat. In seinem Gebiet als stumpfen Robogekloppe macht er seine Sache jedoch ausgezeichnet, wenn er auch nur Mittelmaß ist! Nach Teil 2 und 3 hätte es aber auch noch schlimmer kommen können, sehr viel schlimmer!

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Alle Bildrechte obliegen dem Verleih ©Paramount

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