Spring

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Da es für Evan in Amerika nach dem Tod seiner Mutter nichts mehr gibt, was ihn dort hält reist er einfach nach Italien, um etwas Auszeit zu bekommen. Dort trifft er Louise, die jedoch nicht das ist, was sie vorgibt zu sein.
Spring kombiniert Liebesgeschichte mit klassischem Body-Horror und legt durch langsame Narration viel Wert darauf, dass sich das Mysterium der Geschichte erst langsam entwickelt. Umso erfreulicher, dass der Film seinen Minimalismus nie versucht durch deplatzierte Effekte zu kaschieren und sehr viel Wert auf seine beiden Hauptcharaktere legt. Durch intensive Dialoge verstärkt sich das Gefühl der Unbehaglichkeit im Zuschauer und nimmt ihn mit auf eine märchenhafte Reise, die durch die grandiose Kameraarbeit oftmals das Gefühl der Nähe und Distanz suggeriert. Generell schafft die Inszenierung die perfekte Gratwanderung zwischen Horror und Romanze, ohne dabei jedoch zu stark den Fokus auf die eigene Geschichte zu verlieren. Doch auch auf Spring trifft die Subjektivität wieder zu, denn vielen könnte durch die starke Dialoglastigkeit und der katatonischen Erzählungen langweilig werden. Für mich jedoch ist Spring einer der schönsten Filme der letzten Jahre, nicht nur aufgrund seiner ruhigen Komposition und seinem tollen und besonders talentierten Darstellergespann! Ein echter Geheimtipp!

Empfehlenswert für Halloween weil: Wer die Freundin mit leichter Spannung und einer tollen Geschichte überzeugen will, sollte sich unbedingt „Spring“ ansehen! Denn selten war ein Horrorfilm so schön und cineastisch erstklassig wie dieses hier!

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