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Indiana Jones und der Tempel des Todes

von Sean Theumer

Steven Spielberg-Retrospektive #8

Indiana Jones und der Tempel des Todes ist die erste Fortsetzung, die Steven Spielberg inszeniert und ebnet dort den Weg des klassischen Blockbustersequels. Eine Steigerung in nahezu allen Bereichen um die Opulenz des Vorgängers nochmal zu steigern. Hier quillt der Bombast förmlich aus allen Ecken.

Die Sets in Indiana Jones und der Tempel des Todes sind noch gigantischer, die Action noch umfangreicher und explosiver, die Gagdichte noch fülliger und doch bestätigt sich auch hier schon der Eindruck, der uns aus dem modernen Kino bekannt ist. Größer ist nicht gleich besser, was sich hier mit der Wahl des Sidekicks namens Willie Scott bestätigt. Die nervtötenden Schreie können mitunter total auf den Geist gehen, doch leidet der Film vor allem unter der fehlenden Chemie zwischen ihr und Indy.

Man muss Abstriche machen, Indiana Jones und der Tempel des Todes reicht nicht ganz an die außergewöhnliche Brillanz des Originals heran und hätte zweifellos besser sein können, was die Nebendarsteller angeht, aber der Film ist dennoch ein guter und angemessen reizvoller Nachfolger, der größtenteils funktioniert.

Die Quintessenz von Indy, Krokodile, Käfer, Geheimgänge, Vampirfledermäuse, Verfolgungsjagden durch Shanghaier Straßen und durch Minenschächte; Es hat alles, was man sich von einem Indiana Jones Abenteuer wünschen kann. Der Film wird auch verdammt düster und morbide, wobei die Haupt-Opferungssequenz einen offensichtlichen Einfluss auf die Erstellung des PG-13-Ratings hatte. Wir wussten schon immer, dass Steven Spielberg Kindern gerne Alpträume beschert, aber dieser Teil zeigt wirklich das Ausmaß seines Wahnsinns.

Ob Gross Out Gags an einem Esstisch mit widerlichem Essen, Jump Scares oder bestialische Horrorszenen. Das Sequel wirkt von allen guten Geistern verlassen und kombiniert den Slapstick eines 1941, mit der Suspense von der weiße Hai und hält dennoch das Gefühl des Erstlings. Eine ganze Menge Pluspunkte gibt es allerdings für das Finale.

Es ist eine perfekte Mischung aus irrsinnig guter Action die so viel Tempo hat und mit einer ikonischen Szene auf einer Hängebrücke endet. Wäre der Cast besser gewählt und die Inszenierung nicht komplett aufgedreht; Indiana Jones und der Tempel des Todes wäre genau so gut wie Jäger des verlorenen Schatzes geworden. So bleibt eine sehenswerte Geisterbahn die auch heute noch für süße Träume sorgt.

Die Bildrechte obliegen ©Paramount Pictures

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