Point Break

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Natürlich lässt sich wieder darüber streiten, inwiefern der solide Thriller mit Keanu Reeves und Patrick Swayze mit einem Remake für die neue Generation tauglich gemacht werden musste und ob eine Geldverschwendung von satten 105 Millionen Dollar nötig gewesen wäre. Aber im Prinzip macht Ericson Core in seiner Darstellung auch nichts anderes als Katheryn Bigelow in den frühen Neunzigern.

Man vereine stuntgeile Ökoleute auf der Suche nach der perfekten Linie, würze sie mit etwas Spirutalismus und platten Machoattitüden und lasse sie in wilden Stuntszenen majestätisch durch die Lüfte gleiten, mit dem Snowboard steile Hängen hinunterrasen oder in Raubüberfällen ganze Geldsäcke im Sturzflug „befreien“. Optisch, im Kino noch mit solidem 3D, macht das Remake deutlich was her und ist handwerklich befreit von sinnlosen CGI-Massen, abgesehen von einer Szene. Was Ericson Core schafft, ist eine unfassbare Präsenz der Athletik auf den Fernseher zu zaubern, während echte Stuntmen Kopf und Kragen riskieren. Abgesehen von seinen spirituellen Ausrutschern über den Sinn des Lebens, gelingt es auch hier aufzuzeigen warum sich Ermittler Utah schwer damit tut, seine Gruppe zu infiltrieren und in der legendären Schussszene, die selbstverständlich auch hier rezitiert wird, eben nicht auf Bodhi schießt.

In Anbetracht der Remakewelle kann man Point Break also durchaus als gelungen ansehen. Es fehlen allerdings charismatische Charaktere und vor allem Profil, denn außer perfektionierte Dynamik und Ästhetik und den Stunts, die dem Actionkino neue Maßstäbe setzen, verbirgt sich auch hier nur eine konventionelle Geschichte, dessen Ausgang bereits im Vorfeld klar ist und auch sonst eher überraschungsarm ist. Filmischer Durchschnitt der optisch überragend ist und auch ohne 3D Fernseher eine unfassbar Tiefe der Bilder entwickelt. Wem das für einen gemütlichen Abend reicht hat seinen perfekten Film gefunden, Hardcore-Fans des verkitschten Originals sollten allerdings tief Luft holen. 16 Minuten Abspann sollten dafür ausreichen.

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